Pressemitteilungen - Communications de presse - Press releases

Wenn ein katholischer Erzbischof von der Kanzel predigt, dass Kirchenkritik und das Hinterfragen von Religion intolerant und undemokratisch sei, dann zeugt das von einem äußert Besorgnis erregenden Toleranz - und Demokratieverständnis.

Mehrfach hat AHA Lëtzebuerg bereits den unverantwortlichen Umgang mit dem katholischen Kindermissbrauchsskandal in Luxemburg angeprangert. Während in anderen Ländern auf höchster Ebene Untersuchungskommissionen eingesetzt werden, überlässt man in Luxemburg die Aufklärung des Skandals ...

Seit mittlerweile drei Jahren bietet die Internetplattform "www.fraiheet.lu" die Möglichkeit, auf unbürokratische Weise aus der Kirche auszutreten. Bis zum heutigen Zeitpunkt haben rund 3600 Menschen diesen Dienst in Anspruch genommen.

Kürzlich erließ die katholische Kirche ein „Dekret“ betreffend ihrer finanziellen Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexualisierter Gewalt durch Geistliche zugefügt wurde. Soll man sich freuen, dass den Opfern überhaupt etwas gezahlt wird?

Durch den Vorstoß parteipolitischer Initiativen und zivilgesellschaftlicher Organisationen wie AHA Lëtzebuerg konnte Kultusminister François Biltgen von der Christlich-Sozialen Volkspartei (CSV) endlich dazu gezwungen werden, sich mit der Frage nach den Verhältnissen zwischen Staat und Religion zu befassen.

Die a.s.b.l. Allianz vun Humanisten, Atheisten an Agnostiker (AHA) teilt mit, dass sich der Verein am kommenden Montagabend mit einer Delegation des Luxemburger Erzbistums, darunter auch Erzbischof Hollerich, treffen wird. Dieses Treffen ist das Resultat eines offenen Briefes, den AHA im Oktober an den neuen Erzbischof geschickt hatte.